Heimatmuseum in Angelroda

In einem Teil des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes der Familie von Witzleben in Angelroda befindet sich seit 1998 eine Heimatstube Thüringens. Dieser Gebäudeteil, der von 1996-1998 für die Heimatstube hergerichtet wurde, befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Durch die Gemeindeverwaltung und viele ehrenamtlichen Helfer wurde begonnen, das Gebäude zu sanieren und in ihm eine Heimatstube zu errichten.

Bis heute wurden in mehreren Etappen noch weitere Räume in der Heimatstube eingegliedert, so dass 300 m² Ausstellungsfläche über 2 Etagen (16 Räume und 4 Flure) entstanden. Die Gestaltung der Heimatstube spiegelt die Arbeits- und Lebensbedingungen vergangener Zeiten wider. Zu sehen sind z.B. das ehemalige ansässige Handwerk mit den entsprechenden alten Werkzeugen und den hergestellten Produkten (Glasbläserei, Hausschlachtung, Holzwirtschaft, Landwirtschaftliche Geräte). Alte Wäschestücke, alte Waschmaischienen und Waschutensilien sowie eine Hochzeitstracht aus dem 19. Jahrhundert zählen ebenfalls zu den ausgestellten Exponaten. Alte Möbelstücke und Haushaltsgegenstände sind die Hauptbestandteile von 4 Räumen, die den nachgemachten Wohnbereich ausmachen. Weiterhin wurden zahlreiche Text- und Bildtafeln zur Ortsgeschichte gestaltet. Sonderausstellungen zum Bau der Eisenbahnstrecke Arnstadt-Ilmenau und zum Eisenbahnviadukt (Wahrzeichen von Angelroda) sowie zum Bau eines Rückhaltebeckens bei Angelroda finden regelmäßig statt. Die Heimatstube wird ehrenamtlich durch den Heimatverein betreut.

Anliegen ist es, Ortsgeschichte erlebbar und nachvollziehbar zu machen. Besuchergruppen sind Kindergärten, Schulklassen, Wandergruppen, Seniorengruppen, Vereine, Jubiläumsgäste und natürlich auch die einheimische Bevölkerung der umliegenden Gemeinden und von Angelroda. Auch Besucher aus ganz Thüringen und aus anderen Bundesländern besuchen die Heimatstube. Die durchschnittliche Besucherzahl liegt bei jährlich 800 Personen.
Des Weiteren soll 2011 in dem Gebäude ein Vereinsraum entstehen, der auch als Seniorentreffpunkt genutzt werden soll.

Der Dachboden des Gebäudes, in dem die Heimatstube untergebracht ist, wird als Lager für Exponate der Heimatstube genutzt. Das Dach befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Es wurde schon mehrmals ausgebessert. Trotzdem sind weitere Schäden aufgetreten. Dies führte schon zu Schädigungen an den gelagerten Exponaten. Betroffen waren dadurch auch die darunter liegenden Räume der Heimatstube, in denen sich durch eindringendes Regenwasser Flecken bilden und bereits auch Exponate geschädigt wurden.
Aus diesen Gründen musste das Dach dringend saniert werden, um die Gebäudesubstanz zu erhalten.

Förderprogramm: Dorferneuerung und -entwicklung

www.geratal.de/angelroda